Praxis & Tipps 8 Min. Lesezeit 7. April 2026

Gefährdungsbeurteilung Checkliste: In 7 Schritten zur fertigen GBU

7 Schritte, nichts vergessen: Von der Vorbereitung über die Gefährdungsermittlung bis zur Dokumentation. Mit kompakter Checkliste und Excel-Alternative statt leerem PDF.

Quellen und Einordnung

Redaktionelle Hinweise von MeineGBU

Die Inhalte basieren auf ArbSchG, GDA-Systematik, Nohl-Risikomatrix und praktischer FaSi-Erfahrung. Inhaltsstand: 23.09.2026

Fachkunde erforderlich

Warum eine Checkliste?

Die Gefährdungsbeurteilung ist ein 7-stufiger Prozess – so empfohlen von der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Viele Betriebe scheitern nicht am Willen, sondern daran, dass sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Diese Checkliste führt Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess – mit konkreten Prüfpunkten für jeden Schritt.

Kompakte Gefährdungsbeurteilung-Checkliste zum Abhaken

Wenn Sie schnell prüfen wollen, ob Ihre Gefährdungsbeurteilung vollständig ist, nutzen Sie diese Kurz-Checkliste. Sie ersetzt keine fachliche Bewertung, zeigt aber sofort die typischen Lücken.

  • ☐ Arbeitsbereiche und Tätigkeiten sind eindeutig abgegrenzt
  • ☐ Alle 11 GDA-Gefährdungsfaktoren wurden geprüft
  • ☐ Besondere Personengruppen sind berücksichtigt (Jugendliche, Schwangere, Leiharbeitnehmer)
  • ☐ Risiken sind nachvollziehbar bewertet, z.B. mit der Nohl-Risikomatrix
  • ☐ Schutzmaßnahmen folgen dem STOP-Prinzip
  • ☐ Verantwortliche und Fristen sind je Maßnahme dokumentiert
  • ☐ Beschäftigte wurden auf Basis der GBU unterwiesen
  • ☐ Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird geprüft
  • ☐ Datum, Ersteller und Version sind dokumentiert
  • ☐ Aktualisierung ist eingeplant oder durch einen Anlass ausgelöst

Eine leere PDF-Checkliste hilft beim Start. Für Kontrollen brauchen Sie aber eine ausgefüllte Dokumentation mit Gefährdungen, Risikobewertung und Maßnahmenplan.

MeineGBU erzeugt aus Ihren Angaben eine ausgefüllte Excel-Gefährdungsbeurteilung – inklusive Checklisten-Punkten, Risikobewertung und Maßnahmenplan.

Schritt 1: Arbeitsbereiche & Tätigkeiten festlegen

Bevor Sie Gefährdungen ermitteln, müssen Sie wissen, welche Arbeitsbereiche und Tätigkeiten zu beurteilen sind.

Checkliste Schritt 1:

  • ☐ Alle Arbeitsbereiche im Betrieb auflisten (z.B. Werkstatt, Büro, Lager, Außendienst)
  • ☐ Alle Tätigkeiten je Arbeitsbereich erfassen
  • ☐ Gleichartige Arbeitsplätze zusammenfassen (z.B. "alle Büroarbeitsplätze")
  • ☐ Besondere Personengruppen berücksichtigen (Schwangere, Jugendliche, Leiharbeiter)
  • ☐ Nicht-routinemäßige Tätigkeiten erfassen (Wartung, Reinigung, Notfälle)

Tipp: Beginnen Sie mit einem Betriebsrundgang. Fotografieren Sie die Arbeitsbereiche – das hilft bei der späteren Dokumentation und Gefährdungsermittlung.

GBU-Arbeitsentwurf vorbereiten

MeineGBU erstellt aus Ihren Angaben eine bearbeitbare Excel-Datei. Tätigkeiten, Bewertungen und Maßnahmen müssen Sie vor dem Einsatz fachkundig prüfen.

Ein Entwurf benötigt 5 Sicherheitsmünzen. Ein einzelnes passendes Einmalpaket mit 5 Sicherheitsmünzen kostet 49 €.

Angebot bis 31. Oktober 2026 um 23:59 (Europe/Berlin). Danach benötigt ein Entwurf 10 Sicherheitsmünzen; ein einzelnes passendes Einmalpaket kostet 99 €.

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Schritt 2: Gefährdungen ermitteln

Jetzt wird's konkret: Für jeden Arbeitsbereich ermitteln Sie alle vorhandenen Gefährdungen. Die GDA empfiehlt die Orientierung an den 11 Gefährdungsfaktoren:

Checkliste Schritt 2 – Alle 11 GDA-Faktoren prüfen:

  • ☐ 1. Mechanische Gefährdungen – Quetsch-, Scher-, Schneidstellen, Stürze, herabfallende Teile
  • ☐ 2. Elektrische Gefährdungen – Berührungsspannung, Lichtbogen, statische Aufladung
  • ☐ 3. Gefahrstoffe – Chemikalien, Stäube, Gase, Dämpfe
  • ☐ 4. Biologische Gefährdungen – Infektionserreger, Allergene, Biostoffe
  • ☐ 5. Brand- und Explosionsgefährdungen – Brennbare Stoffe, Zündquellen
  • ☐ 6. Thermische Gefährdungen – Hitze, Kälte, heiße/kalte Oberflächen
  • ☐ 7. Gefährdungen durch spezielle physikalische Einwirkungen – Lärm, Vibration, Strahlung
  • ☐ 8. Gefährdungen durch Arbeitsumgebungsbedingungen – Beleuchtung, Klima, Platzverhältnisse
  • ☐ 9. Physische Belastungen – Heben, Tragen, Zwangshaltungen, repetitive Bewegungen
  • ☐ 10. Psychische Belastungen – Zeitdruck, Überforderung, Konflikte, Monotonie
  • ☐ 11. Sonstige Gefährdungen – Alleinarbeit, mangelnde Qualifikation, organisatorische Mängel

MeineGBU prüft alle 11 GDA-Faktoren automatisch und branchenspezifisch – so wird keine Gefährdung übersehen.

Schritt 3: Risiken bewerten

Nicht jede Gefährdung ist gleich kritisch. Die Risikobewertung priorisiert, wo zuerst gehandelt werden muss.

Checkliste Schritt 3:

  • ☐ Für jede Gefährdung die Eintrittswahrscheinlichkeit einschätzen (unwahrscheinlich → sehr wahrscheinlich)
  • ☐ Für jede Gefährdung das Schadensausmaß einschätzen (geringfügig → katastrophal)
  • ☐ Risikozahl berechnen: Wahrscheinlichkeit × Schadensausmaß
  • ☐ Risiken in Kategorien einteilen: gering / mittel / hoch / sehr hoch
  • ☐ Handlungsbedarf ableiten: Sofortmaßnahmen bei hohem/sehr hohem Risiko

Die bewährteste Methode ist die Nohl-Risikomatrix (5×5-Matrix). Sie ist anerkannt, übersichtlich und wird von Behörden und BGen akzeptiert.

Schritt 4: Schutzmaßnahmen festlegen

Für jede relevante Gefährdung legen Sie konkrete Schutzmaßnahmen fest – nach dem STOP-Prinzip (Maßnahmenhierarchie):

Checkliste Schritt 4:

  • ☐ S – Substitution: Kann die Gefährdungsquelle beseitigt oder ersetzt werden?
  • ☐ T – Technische Maßnahmen: Schutzvorrichtungen, Absaugungen, Abschirmungen?
  • ☐ O – Organisatorische Maßnahmen: Arbeitszeiten, Rotationsprinzip, Zugangsregeln?
  • ☐ P – Persönliche Schutzausrüstung: Gehörschutz, Handschuhe, Schutzbrille?
  • ☐ Verantwortlichen und Termin für jede Maßnahme festlegen
  • ☐ Rechtsgrundlage je Maßnahme dokumentieren (ArbSchG, DGUV, BetrSichV etc.)

Das STOP-Prinzip hat eine feste Rangfolge: Substitution geht vor Technik geht vor Organisation geht vor PSA. Persönliche Schutzausrüstung ist immer die letzte Option – nicht die erste.

Schritt 5: Maßnahmen durchführen

Festgelegte Maßnahmen müssen tatsächlich umgesetzt werden – Papier allein schützt niemanden.

Checkliste Schritt 5:

  • ☐ Maßnahmen nach Priorität umsetzen (höchstes Risiko zuerst)
  • ☐ Beschäftigte über neue Maßnahmen informieren und unterweisen
  • ☐ Betriebsanweisungen erstellen/aktualisieren (wo nötig)
  • ☐ PSA beschaffen und Benutzung sicherstellen
  • ☐ Umsetzungsdatum dokumentieren

Schritt 6: Wirksamkeit überprüfen

Nach der Umsetzung muss geprüft werden: Wirken die Maßnahmen? Sind neue Gefährdungen entstanden?

Checkliste Schritt 6:

  • ☐ Wurden alle Maßnahmen fristgerecht umgesetzt?
  • ☐ Sind die Gefährdungen durch die Maßnahmen tatsächlich reduziert?
  • ☐ Sind durch die Maßnahmen neue Gefährdungen entstanden?
  • ☐ Gibt es Rückmeldungen von Beschäftigten?
  • ☐ Ergebnis der Wirksamkeitsprüfung dokumentieren

Schritt 7: Dokumentieren & fortschreiben

Die Gefährdungsbeurteilung muss dokumentiert werden (§ 6 ArbSchG) – und sie ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess.

Checkliste Schritt 7:

  • ☐ Alle Ergebnisse schriftlich dokumentieren (Papier oder digital)
  • ☐ Datum und Ersteller vermerken
  • ☐ Dokumentation mindestens 2 Jahre aufbewahren (bei Gefahrstoffen länger)
  • ☐ GBU aktualisieren bei: neuen Maschinen, geänderten Arbeitsabläufen, Arbeitsunfällen, neuen Vorschriften
  • ☐ Überprüfung bei Änderungen und neuen Erkenntnissen sowie nach geltenden Spezialvorschriften einplanen

MeineGBU erstellt automatisch eine vollständige Dokumentation als Excel-Datei: Deckblatt mit Betriebsdaten, Gefährdungstabelle, Nohl-Risikomatrix, Maßnahmenplan, Rechtsgrundlagen – alles in einem Dokument.

Der schnellere Weg: MeineGBU

Die 7-Schritte-Checkliste ist der methodisch korrekte Weg – aber er kostet Zeit und erfordert Fachwissen.

MeineGBU übernimmt die Schritte 2-4 und 7 automatisch:

  • Gefährdungsermittlung: Die KI prüft alle 11 GDA-Faktoren branchenspezifisch
  • Risikobewertung: Automatische Nohl-Risikomatrix
  • Maßnahmenplan: STOP-konforme Maßnahmen mit Rechtsgrundlagen
  • Dokumentation: Professionelle Excel-Datei, sofort einsatzbereit

Sie müssen nur noch Schritt 1 (Arbeitsbereich angeben), Schritt 5 (Maßnahmen umsetzen) und Schritt 6 (Wirksamkeit prüfen) selbst erledigen. Ergebnis: Ca. 10 Minuten statt Tage.

GBU-Arbeitsentwurf vorbereiten

MeineGBU erstellt aus Ihren Angaben eine bearbeitbare Excel-Datei. Tätigkeiten, Bewertungen und Maßnahmen müssen Sie vor dem Einsatz fachkundig prüfen.

Ein Entwurf benötigt 5 Sicherheitsmünzen. Ein einzelnes passendes Einmalpaket mit 5 Sicherheitsmünzen kostet 49 €.

Angebot bis 31. Oktober 2026 um 23:59 (Europe/Berlin). Danach benötigt ein Entwurf 10 Sicherheitsmünzen; ein einzelnes passendes Einmalpaket kostet 99 €.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen

Ja. Die 7 Schritte bilden den von der GDA empfohlenen Prozess zur Gefährdungsbeurteilung ab. Jeder Schritt ist wichtig – von der Ermittlung bis zur Fortschreibung. Auslassungen machen die GBU unvollständig und angreifbar.

Ja. Die 7 Schritte und die 11 GDA-Gefährdungsfaktoren gelten branchenübergreifend. Die konkreten Gefährdungen und Maßnahmen unterscheiden sich natürlich je nach Branche – deshalb ist eine branchenspezifische Lösung wie MeineGBU so wertvoll.

Die Berufsgenossenschaften bieten branchenspezifische PDF-Checklisten an (z.B. BG BAU, BGW, BG ETEM). Wichtig: Eine leere PDF-Checkliste ist noch keine fertige GBU. MeineGBU erstellt eine ausgefüllte Excel-Datei, die alle Checklisten-Punkte automatisch abdeckt.

Prüfen Sie die GBU bei relevanten Änderungen der Arbeitsbedingungen und neuen Erkenntnissen sowie nach den für Ihre Tätigkeiten geltenden Spezialvorschriften. Bei Biostoffen ist die GBU mindestens alle zwei Jahre zu überprüfen und bei Bedarf zu aktualisieren. Die Gefahrstoffverordnung enthält gesonderte Prüffristen für bestimmte Schutzmaßnahmen; daraus folgt keine pauschale Dreijahresfrist für jede GBU.

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Das Einstiegspaket enthält 5 Sicherheitsmünzen. Freischaltung für 5 Sicherheitsmünzen bis 31.10.2026, 23:59 Uhr (Deutschland); ein vorher begonnener, vor Sessionablauf abgeschlossener und später erfolgreich bezahlter Checkout für genau Ihre fertige Vorschau wahrt diesen Münzbedarf. Sonst sind ab 01.11. 10 Münzen erforderlich, Einstieg ohne Guthaben 99 €. Kein Abo erforderlich. Optionale SiFa-Prüfung zusätzlich. Alle Preise und Pakete